Wann Kitten für mich am fotogensten sind

Kitten-Shootings gehören für mich zu den schönsten – und gleichzeitig unberechenbarsten – Shootings überhaupt.

Ein vorsichtiger Blick. Die erste neugierige Pfote im Set. Ein kleiner Wirbelwind, der plötzlich ganz andere Pläne hat.

Jedes Kitten bringt bereits seine eigene Persönlichkeit mit. Und genau die möchte ich fotografieren.

Wann ist das perfekte Alter für Kittenfotos? Diese Frage bekomme ich von Züchtern immer wieder gestellt.

Meine Antwort: Es gibt nicht die eine perfekte Woche.

Entscheidend sind Entwicklungsstand, Persönlichkeit und Wohlbefinden des Kittens. Für meine Art der Katzenfotografie hat sich jedoch ein Zeitraum herauskristallisiert, den ich besonders gerne mag.

Die ersten Wochen gehören der kleinen Katzenwelt.

In den ersten Lebenswochen stehen Schlafen, Trinken, Wärme und die Nähe zur Mutter im Mittelpunkt.

Natürlich entstehen auch in dieser Zeit wunderschöne Bilder: winzige Pfoten, ein Gähnen, die Geschwister eng aneinandergekuschelt oder die Mutter mit ihrem Nachwuchs. Für meine charakterorientierten Portraits warte ich jedoch lieber noch etwas. Denn mich interessiert nicht nur, wie ein Kitten aussieht. Ich möchte sehen, wer da vor meiner Kamera sitzt. Ab etwa acht Wochen wird es spannend.

Mit zunehmendem Alter werden Kitten neugieriger, aktiver und selbstständiger.

Sie erkunden ihre Umgebung, reagieren auf Spielzeug und zeigen immer deutlicher ihre eigenen kleinen Eigenheiten.

Der Mutige. Die Vorsichtige. Der Wirbelwind. Die Beobachterin. Genau jetzt entstehen die Bilder, die ich besonders liebe. Nicht nur süße Kittenfotos – sondern Portraits kleiner Persönlichkeiten.

Acht Wochen sind kein Startsignal.

Die Altersangabe ist für mich eine Orientierung, keine feste Regel.

Manche Kitten stehen mit acht Wochen neugierig vor meiner Kamera. Andere brauchen etwas länger, bis Typ, Ausdruck und Persönlichkeit deutlicher sichtbar werden.

Auch innerhalb eines einzigen Wurfs können die Unterschiede erstaunlich groß sein.

Deshalb fotografiere ich Kitten in der Regel ab etwa acht Wochen – gerne auch später. Nicht der Kalender entscheidet.

Das Kitten entscheidet. Und dann wird es turbulent.

Mit jeder weiteren Woche werden aus den kleinen Entdeckern zunehmend selbstbewusste Energiebündel.

Dann wird gerannt, geklettert, gespielt und manchmal das gesamte Shooting kurzerhand neu geplant.

Gerade diese Unberechenbarkeit macht Kitten-Shootings für mich besonders.

Mit Feder, Spielzeug und Geduld entstehen neben klassischen Portraits auch die Momente, die man nicht planen kann. Und manchmal sind genau das die besten Bilder.

Die Katze bestimmt das Tempo.

Auch beim Kitten-Shooting gilt für mich: nichts erzwingen. Wird ein Kitten müde, unruhig oder braucht eine Pause, bekommt es diese. Ich beobachte und arbeite mit dem, was mir die kleinen Models anbieten. Denn mein Ziel ist nicht, möglichst viele Bilder in möglichst kurzer Zeit zu produzieren. Mein Ziel sind Bilder, in denen Persönlichkeit sichtbar wird.

Mein Lieblingsalter? Wenn du mich trotzdem auf eine Zahl festlegen möchtest: Ab etwa acht Wochen. Gerne später.

Dann sind die Kleinen noch unverkennbar Kitten – und gleichzeitig beginnt immer deutlicher sichtbar zu werden, wer sie einmal sein werden. Und genau dieser kurze Abschnitt im Leben einer Katze ist fotografisch unglaublich spannend.

Du hast gerade einen Wurf?

Kitten können einzeln, mit ihren Geschwistern, als kompletter Wurf oder gemeinsam mit den Elterntieren fotografiert werden. Auch eine Wurfbegleitung über mehrere Termine ist möglich.

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